Tino Seeber: Weblogs, die 5. Gewalt?
Nach Abgabe meiner Diplomarbeit kam der vwh-Verlag auf mich zu und bot mir an, meine Studie zu verlegen. Die letzten Monaten drehten also neben Unterrichten, Marathon Training und Aufenthalten in Deutschland um die Erstellung der Buchversion. Umschreiben, Löschen, Neuverfassen. So ein Verlagslektor kann sehr stressig sein … aber alles in allem war es ein sehr gutes und professionelles Arbeiten.
Vorwort
Der Demokratie immanent ist die Gewaltenteilung. Unlängst wurden Legislative, Judikative und Exekutive durch eine vierte Gewalt – die Presse – erweitert. Doch wer kontrolliert die Presse? Können einzelne Menschen oder Gruppen ihre Stimmen gegen die Meinungsmacht der Massenmedien erheben? Dieses Buch, entstanden aus einer Diplomarbeit am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau, geht empirisch der Frage nach, ob Weblogs jene fünfte Gewalt entfalten können.
Danken möchte ich allen beteiligten Blog-Schreibern und -Lesern, ohne deren Mithilfe diese Studie nicht zustande gekommen wäre. Meinen besonderen Dank möchte ich den Helfern und Unterstützern Rahel Aebischer, Annelie Hanf, Annelie Prozell, Oliver Lambrecht, Tilo Probst, Paul Schneider sowie meinem Lektor Werner Hülsbusch aussprechen.
Madrid, im März 2008
Tino Seeber

Tino Seeber: Weblogs - die 5. Gewalt? - vwh Verlag
Klappentext
In den vergangen Jahren hat sich das Phänomen des Bloggens in Deutschland stetig weiterentwickelt. Neben einer Übersicht zu den aktuellen Forschungen bezüglich dieses neuen Kommunikationsmediums, der Nachzeichnung seiner Entwicklung und der grundlegenden Darstellung technischer Hintergründe widmet sich diese Arbeit im Kern der Frage, inwiefern Weblogs als neue Form des Publizierens zu einem emanzipatorischen Gebrauch führen.
Ausgehend von dem Uses-and-Gratifications-Ansatz, den Arbeiten Berthold Brechts und der Medientheorie Hans Magnus Enzensbergers sowie auf der Basis einer standardisierten Online-Befragung deutschsprachiger Blogger und Blog-Leser entsteht ein umfassender Einblick in das emanzipatorische Rollenverständnis der Blogger sowie die Nutzungsmerkmale der Weblog-Rezipienten im Vergleich zur klassischen Mediennutzung.



